Flexi-Rente ermöglicht Teilzeitarbeit und Rentenbezug gleichzeitig

Geregelte Finanzen sind die Voraussetzung für einen sorgenfreien Ruhestand. Verschiedene Modelle sind dabei behilflich, allen voran die sogenannte Flexi-Rente erreicht aktuell immer mehr Interessenten und zeigt, dass sie womöglich das modernste aller Vorsorgemodelle ist.

Flexi-Rente als künftige Nummer 1 unter den Rentenmodellen?



An Renten- und Vorsorgemodellen mangelt es nicht. Der bekannteste Vertreter ist die Rürup-Rente, die seit rund zehn Jahren existiert und sich auch für die Ruhestandsplanung eignet. Die Flexi-Rente ist ein weiterer Spezialist auf diesem Gebiet. Ihr erklärtes Ziel ist es, den Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand flexibler gestalten zu können und nicht an fixe Grenzen in der Vorsorgeplanung gebunden zu sein.

Wie das Kreditvergleichsportal smava.de bereits berichtete, richtet sich die Flexi-Rente an Arbeitnehmer, die zum Ende ihres Arbeitslebens in Teilzeit weiterarbeiten möchten. Ein gewisser Teil des Einkommens wird somit durch eigene Arbeit generiert, der andere Teil durch eine vorgezogene Rente. Dieses Modell ist das Resultat einer hohen Nachfrage, denn passend zur immer höheren Lebenserwartung hat sich auch das Modell der Arbeit grundlegend verändert.

Einfach und effektiv: Die Flexi-Rente im Detail

Die Berechnung der Flexi-Rente ist nicht besonders kompliziert. Entscheidend ist die sogenannte Hinzuverdienstgrenze, die jenen Betrag beschreibt, bei dessen Überschreiten anteilige Rentenbeträge abgezogen werden. Aktuell liegt diese Grenze bei 6.300 Euro pro Jahr. Das Prinzip ist einfach: Verdient der Arbeitnehmer mehr als 6.300 Euro, werden 40 Prozent des übersteigenden Betrags von der Rente subtrahiert. Zur Veranschaulichung ein leicht verständliches Rechenbeispiel:

  • Ein Arbeitnehmer mit Flexi-Rente arbeitet in Teilzeit und verdient damit 8.000 Euro im Jahr.
  • Er überschreitet die Grenze somit um 1.700 Euro.
  • 40 Prozent dieser 1.700 Euro, also 680 Euro, werden folglich von der Rente abgezogen.

Pro Monat wird die Rentenauszahlung in diesem Beispiel um nicht einmal 60 Euro reduziert. Das Mehreinkommen durch die zusätzliche Teilzeitarbeit ist jedoch deutlich größer, speziell in diesem Einkommensbereich, in dem praktisch keine Steuern anfallen. Doch auch bei höheren Einkommen durch Teilzeit ist die Flexi-Rente ein gewinnbringendes Geschäft für Arbeitnehmer, die ihre Lebensqualität durch das Einkommen weiterhin hoch halten können.

Das genannte Beispiel zeigt also eindrucksvoll, warum die Flexi-Rente so beliebt ist. Zwischen dem 63. und dem 67. Lebensjahr ermöglicht sie Arbeitnehmern die volle Entscheidungsfreiheit, zu welchem Zeitpunkt der Eintritt in die richtige Rente erfolgen soll. Diese Flexibilität entspricht dem heutigen Zeitgeist und ist eine sinnvolle Anpassung an die neuen Bedingungen am Arbeitsmarkt; im Endeffekt profitieren schließlich auch Arbeitgeber von diesem Modell.

Bild: © istock.com/Zinkevych

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