Kinderlärm ist keine Umweltbelastung

Kinderlärm keine Umweltbelastung Vielen älteren Mitbürgern ist dieses Problem nicht unbekannt. Kinder sind zwar lieb und nett, aber wenn sie allzu laut spielen, dann kann das ganz schön auf die Nerven der älteren Generation zielen.

Jetzt hat die Bundesregierung ein Gesetz beschlossen, wonach Klagen gegen Kindergärten, aus denen Lärm dröhnt, erschwert werden. Dies soll durch die Änderung des Bundes-Immissionsgesetzes in Zukunft verhindert werden. Die klare Aussage: Lärmende Kinder stellen keine schädliche Umweltbelastung dar.



Die Intention, die hinter dieser Gesetzesänderung steht: Die Regierung will damit einen Schritt in eine kinderfreundlichere Gesellschaft setzen. Bevor das Gesetz geändert wurde, kam es zu einem heftigen Schlagabtausch. Foto: National Assembly For Wales / Cynulliad Cymru, flickr.

Für die Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen stellt ein Pegel von 90 Dezibel eine Lärmbelästigung dar, die ein unerträgliches Ausmaß erreicht hat. Für die Vertreter der Senioren-Union sei es nicht relevant, ob dieser Pegelwert von einem Presslufthammer oder durch das Geschrei von Kindern ausgelöst wird. Wenn es auf Kosten der Senioren geht, dann hört sich für deren Vertreter der (lärmende) Spaß auf.

Diese Ansicht und die Aussage, dass nicht nur Kinder, sondern auch ältere Menschen Rechte hätten, sorgte für Empörung bei den Zusehern des WDR, in dessen Programm die Senioren-Kritik an den Kindern ausgestrahlt wurde.

Im Online-Gästebuch des Westdeutschen Rundfunks haben sich die Poster mehrheitlich auf Seiten der Kinder geschlagen. Aber nicht nur das: viele Beiträge zeigten auch Verständnis für die Anliegen der Senioren, die sich „ihre Ruhe“ verdient hätten.

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