Wer übernimmt die Pflege?

Pflege älterer Menschen Die Menschen werden immer alter und damit, das ist der normale Lauf der Dinge, immer schneller pflegebedürftig. Nur stellt sich meist die Frage: Wer soll die Pflege übernehmen? Eines ist klar, die meisten älteren Menschen möchten am liebsten in den eigenen vier Wänden zuhause gepflegt werden und lehnen einen Aufenthalt in einem Pflegeheim grundsätzlich ab.

Die häusliche Pflege ist mittlerweile eine der tragenden Säulen geworden und auch unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Trotzdem bringt es eine sehr große Belastung für die Angehörigen mit sich.



Aufgrund der hohen Belastung für die Angehörigen, also den Pflegenden, leiden diese 3x häufiger an Depressionen als der Rest der Menschen in Deutschland, das ging als Ergebnis einer Untersuchung der Siemens Betriebskrankenkasse hervor.

Eine Überraschung ist das auch nicht, wer 7 Tage in der Woche auf Abruf Gewehr bei Fuß steht und das 24 Stunden am Tag, der ist einfach irgendwann dann komplett ausgebrannt. Am schwersten haben es Angehörige die einen Demenzkranken Menschen zu Hause pflegen und betreuen.

In Deutschland sind es mittlerweile ca. 2,3 Millionen Menschen die monatlich eine Leistung der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen. Nicht mal ein Drittel der Pflegebedürftigen werden stationär gepflegt, sondern werden häuslich betreut.

Das ist natürlich auch im Sinne des Gesetzgebers, die häusliche Pflege ist immer die erste Wahl welche mit ambulanten Leistungen abgerundet wird, so steht das sogar im Sozialgesetzbuch (Foto: Falcon1961/flickr).

Aber auch die Angehörigen könnte sich von Pflegediensten unterstützen lassen, die bekanntesten sind hier das Rote Kreuz sowie die Caritas oder die Johanniter, aber auch das ist mit Extraausgaben verbunden.

Die Pflegeversicherung unterscheidet 3 Stufen in welche die zu Pflegenden eingeteilt werden. Die Einteilung oder vielmehr die Beurteilung selbst übernimmt der Medizinische Dienst der Krankenkassen(MDK).

Hier die 3 Pflegestufen und Ihre Definition:

Pflegestufe 1: Der zu Pflegende benötigt mindestens 90 Minuten am Tag Unterstützung. Die Bereiche Körperpflege, Mobilität und Ernährung müssen von dieser Unterstützung abgedeckt werden. Eine Grundpflege muss mehr als 45 Minuten in Anspruch nehmen.

Pflegestufe 2: Hier muss eine Grundpflegezeit von mehr als 120 Minuten und eine Hilfebedarf pro Tag von mindestens 180 Minuten vorliegen.

Pflegestufe 3: In dieser Stufe werden Bedürftige eingeteilt welche mindestens 300 Minuten/Tag auf Hilfe angewiesen sind. Die Grundpflege nimmt hier mehr als 240 Minuten am Tag in Beschlag, und das auch nachts zwischen 22 und 6 Uhr früh.

Je nach Pflegestufe gibt es dann einen festgelegten Betrag bei Pflegebedürftigen welche zuhause gepflegt werden. Es gibt aber auch die Kombination aus Pflegegeld und Sachleistungen. Sachleistungen sind hier Dienste eines sozialen Pflegedienstes oder auch Rollstuhlzubehör oder einen Toilettenstuhl.

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