Medikamenten-Beratung für Senioren muss verbessert werden

Medikamenten-Beratung für Senioren muss verbessert werden

Viele Medikamente können nicht nur bei Senioren gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen, wie Nierenschäden oder Magenbluten.

Im ersten Halbjahr 2010 haben in Bayern, laut einer Analyse der Techniker Krankenkasse (TK), insgesamt 14.000 Senioren mindestens ein Medikament dieser Art verschrieben bekommen.

Auch nicht aufgeklärt worden sind über 40 Prozent der bayrischen Patienten, die über 65 Jahre sind, über die Wirkung und Nebenwirkung eines neu verschriebenen Arzneimittels. In Bayern wurden 1004 Personen für eine repräsentative Forsa-Umfrage befragt, die von der TK in Auftrag gegeben wurde.

Eine Verbesserung der Arzneimitteltherapie fordert aufgrund dieser Zahlen, auf dem Apothekertag, Tim Steimle, Apotheker und Fachbereichsleiter Arzneimittel bei der TK. Hinsichtlich der möglichen Wechselwirkungen und der Nebenwirkungen, müsse diese Verbesserung eine ausführliche Beratung und mehr Transparenz haben.

Auf Probleme, die durch unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten verursacht worden sind, sind fünf bis zehn Prozent der Notaufnahmen in Kliniken zurückzuführen.

Bei älteren Patienten kommt noch eine große Verunsicherung dazu. Laut der Umfrage haben 32 Prozent der Befragten auch schon ein Medikament nicht eingenommen, oder nur dann, wenn sie es für notwendig hielten, wegen den möglichen Nebenwirkungen (Foto: E-magineart.com).

Viele lagern die Medikamente einfach zu Hause. Dies ist nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit, sondern verursacht dieser lässige Umgang mit den Arzneimitteln enorme Kosten. Durch eine umfassende Aufklärung bei den Senioren könnte beides vermieden werden.

Die Patienten besser zu informieren, sollte nicht nur die Aufgabe der Ärzte und Apotheker sein, sondern auch die Krankenkassen sind dazu gefragt. Einen speziellen Arzneimittelkontoauszug für Senioren hat in diesem Jahr die TK zusammengestellt.

Auf dieser Liste sind Medikamente, die vor allem bei älteren Patienten Neben- und Wechselwirkungen hervorrufen können, aufgelistet. Vom Arzt sollten deshalb diese Medikamente nur nach einer sorgfältigen Abwägung von Risiko und Nutzen verordnet werden.

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